Wie spart man Fläche?
IHK-Eckpunktepapier: Flächenverbrauch verantwortungsvoll begrenzen und bestehende Potenziale nutzen.


Der Flächenverbrauch muss in engen Grenzen gehalten werden, darüber sind sich alle einig. Doch wie setzt man diesen Anspruch in der Praxis um? Mit dieser Frage beschäftigt sich seit Langem der IHK-Arbeitskreis Immobilienwirtschaft. Im Jahr 2020 hat er sein „Eckpunktepapier Flächenentwicklung“ vorgelegt, das nun in aktualisierter Form vorliegt. Die Neuauflage des IHK-Papiers enthält zehn Leitlinien einer verantwortungsvollen Flächenpolitik sowie aktuelle Daten der Flächennutzung in Bayern. Erstmals wurden Daten zur Energieerzeugung und -versorgung erhoben: Insgesamt werden rund 13 000 Hektar genutzt, davon etwa 10 000 Hektar für Photo-
voltaik-Freiflächenanlagen.
Die Bayerische Staatsregierung hatte vor sechs Jahren ihre „Flächensparoffensive“ gestartet und Vorschläge vorgelegt, um den Flächenverbrauch zu begrenzen. Einigkeit besteht unter den Immobilienexperten darin, dass quantitative Obergrenzen für die Flächenausweisung keine wirtschaftsverträgliche Lösung sein können. Dies würde nicht nur die kommunale Planungshoheit in Frage stellen, sondern die Entwicklung der Unternehmen behindern. Laut IHK-Arbeitskreis muss eine verantwortungsvolle Flächenentwicklung wirtschaftliche Belange und Nachhaltigkeitsziele miteinander in Einklang bringen. Dabei müsse es im Wesentlichen darum gehen, das Potenzial bestehender Siedlungs- und Verkehrsflächen auszuschöpfen, sodass möglichst keine neuen Flächen in Anspruch genommen werden müssen.
Weitere Informationen zum IHK-Eckpunktepapier Flächenentwicklung 2025.
Webcode: N1115